Seit der Einführung des Aoralscan Elite haben Zahnärzte sein Potenzial bei All-on-X-Implantatfällen mithilfe der Photogrammetrie-Technologie untersucht. Der Elite eignet sich jedoch nicht nur hervorragend für All-on-X-Implantate bei zahnlosen Patienten, sondern auch für normale Implantatfälle.
Der heutige Fall stammt von Dr. Abdelrahman Khalaf und Dr. Kirollos Hany (Abb. 1). Ihre Studie zeigt, wie der Aoralscan Elite in Kombination mit MetiSmile die Qualität von Zahnrestaurationen im Frontzahnbereich deutlich verbessern kann.
Zusammenfassung
Dieser Artikel untersucht die kombinierte Verwendung von digitalen Implantat-Bohrschablonen und Guided Bone Regeneration (GBR) bei der ästhetischen Versorgung fehlender Frontzähne mit unzureichendem Knochenvolumen. Der Schwerpunkt liegt auf dem präzisen Behandlungsprozess, vom 3D-Scan und Design über die Knochenaugmentation bis hin zur Versorgung mit dem fortschrittlichen Aoralscan Elite und MetiSmile.
Vor der Behandlung
Der Patient, ein 35-jähriger Mann, suchte sechs Monate nach dem Verlust seines Frontzahns (21) aufgrund eines Traumas eine Behandlung auf. Die klinische Untersuchung ergab eine Weichteilsenkung im zahnlosen Bereich, während die CBCT-Bildgebung eine unzureichende horizontale Knochenbreite (<4 mm) in der Region zeigte, wobei die vertikale Knochenhöhe, die Nachbarzähne und die Okklusionsverhältnisse normal waren. Der Patient hatte hohe ästhetische Ansprüche. (Abb. 2, 3, 4, 5)
Behandlungsablauf: Ästhetische Analyse und 3D-Bildgebung mit Aoralscan Elite und MetiSmile
Mit dem neuesten Intraoralscanner, dem Elite von Shining 3D, wurden schnell STL-Daten des Ober- und Unterkiefers sowie der Zahnfleischmorphologie und der Proportionen im Verhältnis zu den benachbarten Zähnen erfasst (Abb. 6). Zusätzlich wurde der MetiSmile-Gesichtsscannervon Shining 3D in Kombination mit digitalem Smile-Design verwendet, um die Morphologie und die Position der Schneidekante für die zukünftige Restauration zu bestimmen (Abb. 7).

Abb. 8: Das gescannte Gesicht wird in der Software angezeigt.
Behandlungsprozess: Virtuelle Implantatplanung
Die CBCT- und intraoralen Scandaten wurden in die Implantatplanungssoftware importiert, um die 3D-Positionierung des Implantats zu simulieren und eine Tiefe von 3 mm vom zukünftigen Zahnfleischrand der Restauration sowie eine Knochenplatte von ≥ 2 mm auf der labialen Seite sicherzustellen. Die Software erstellte anschließend eine zahngestützte Implantatschablone.
Behandlungsprozess: Geführte Implantatinsertion und minimalinvasive Knochenaugmentation
Die chirurgische Schablone aus transparentem Kunststoff wurde mit dem AccuFab-D1s-Drucker von Shining 3D gedruckt. Nach dem Positionieren der Schablone wurde der Bereich für die Knochentransplantation mit ihrer Hilfe präzise identifiziert. Das Bohren der Implantatpfannen erfolgte schrittweise unter Verwendung der Schablone, und das Implantat wurde erfolgreich mit ausgezeichneter Primärstabilität eingesetzt. (Abb. 9, Abb. 10)
Das Knochenmaterial wurde implantiert und mit einer nicht resorbierbaren, titanverstärkten Polytetrafluorethylen (PTFE)-Membran abgedeckt, die als Barriere gegen Zellverschluss diente. Die Ränder der Membran wurden mit einem Titannagel fixiert (Abb. 12, Abb. 13).
Behandlungsprozess: Zweite Phase der Restauration
Sechs Monate nach der Operation zeigte die Beurteilung der Knochenaugmentation, dass die labiale Knochendicke auf 5,5 mm wiederhergestellt war, wodurch die Voraussetzungen für eine ästhetische Restauration erfüllt waren, und die Osseointegration gut war.
Der Scanbody wird eingesetzt und mit dem Elite-Intraoralscanner werden Daten für die Gestaltung der anschließenden provisorischen Krone erfasst. Da es sich um eine Einzelimplantatversorgung handelt, ist die IPG-Technologie zur Bestimmung der Implantatposition nicht erforderlich (Abb. 16, Abb. 17).
Sowohl die Gesichts- als auch die intraoralen Daten werden für das digitale Smile-Design in exocad importiert. Anhand der Gesichts-Scandaten kann der Techniker die Gesichtsmerkmale des Patienten besser verstehen und die Morphologie der Restauration sowie die Lachlinie entsprechend gestalten. (Abb. 18, 19, 20, 21)
Die provisorische Krone zeigte eine gute Randpassung, gleichmäßig verteilte Okklusionskontaktpunkte und die Morphologie wurde vom Patienten bestätigt. Später wurde die endgültige Zirkonkrone an den Patienten geliefert, der sich mit dem Endergebnis sehr zufrieden zeigte. (Abb. 22, 23, 24, 25)
Kommentare von Dr. Abdelrahman Khalaf und Dr. Mohamed Khalaf zum Aoralscan Elite
Ich habe den Aoralscan Elite wegen seiner guten Leistung bei All-on-X-Implantatfällen mit IPG-Technologie gekauft. Was mich überrascht hat, ist, dass dieser Scanner auch bei normalen Implantat-Workflows sowie bei anderen Restaurationsfällen gut funktioniert. Daher kann ich mit Zuversicht sagen, dass dieser Scanner ein All-in-One-Scanner ist. Ein Scanner für alle Anwendungen – ich freue mich darauf, diesen Scanner bei vielen weiteren Fällen einzusetzen.